Puh, endlich Feierabend! Die Kinds schlafen, die Spülmaschine brummt und du? Du liegst hundemüde im Bett, scrollst noch durch Instagram und fragst dich, warum du trotz bleierner Erschöpfung nicht einschlafen kannst. Kennst du das? Ich kenne es ehrlich? nur zu gut. Noch vor einem Jahr sah mein Winterabend so aus: Bis kurz vor Mitternacht aufs Handy gestarrt, nebenbei die To-do-Liste für morgen im Kopf abgespult und mich gewälzt wie ein Rollbraten im Ofen. Schlaf? Fehlanzeige. Am nächsten Morgen fühlte ich mich gerädert, als hätte ich einen Mini-Jetlag, obwohl der weiteste Trip der Nacht der ins Kinderzimmer war, um das Kuscheltier zu retten.
Dann hatte ich genug. Eines Abends packte mich der Selbstfürsorgeblitz (oder nennen wir es einfach: Überlebensinstinkt). Ich beschloss: 30 Minuten nur für mich und das jeden Abend. Handy weg. Stattdessen: Kräutertee, warmes Licht, mein Journal. Ich schreibe mir eine halbe Stunde vorm Schlafen auf, wofür ich dankbar bin, was gut war und ,wenn mir danach ist, meine Ziele. Ich bin dann bei mir und nicht im Außen. Und weißt du was? Diese kleine achtsame Abendroutine wirkte wie Magie. Kopf ruhig, Gedankenkarussell aus, ich schlief ein wie ein Stein und blieb’s. Oh mein Gott, warum habe ich das nicht früher gemacht?
In diesem Guide bekommst du eine warme, praktische, absolut alltagstaugliche Anleitung, wie du dir deine eigene Abendroutine aufbaust, speziell für die dunkle Jahreszeit. Mit Achtsamkeit, Miniritualen, konkreten Schritt für Schrittplänen und meinen liebsten Tools.
Warum eine Abendroutine? (Und was das mit Achtsamkeit & Wohlbefinden zu tun hat)
Eine Abendroutine ist ein Gute Nacht Programm für Große. Kleine, wiederkehrende Handlungen signalisieren deinem Körper: „Der Tag ist durch, jetzt darf ich loslassen.“ Genau hier kommt Achtsamkeit ins Spiel, also präsent sein, ohne zu bewerten. Wenn du dir abends bewusst Zeit nimmst, wahrnimmst, was war, dankbar bist für das, was da ist, und freundlich mit dir wirst, steigt dein Achtsamkeit und Wohlbefinden automatisch. Du regulierst dein Nervensystem, lässt Adrenalin & Cortisol sinken und legst die Basis für tiefen, erholsamen Schlaf.
Wusstest du, dass
Blaulicht vom Handy kann die Ausschüttung deines Schlafhormons Melatonin ordentlich dämpfen und das glaubt mir keiner, bis man es ausprobiert: 60 Minuten ohne Screen vor dem Schlafen und du merkst den Unterschied.
Wintermodus: Warum Routinen jetzt doppelt helfen
Im Winter ist weniger Tageslicht, oft weniger Bewegung, mehr drinnen, mehr Snacks (Spekulatius, wer?) und früher Dunkel. Das kann deinen Rhythmus verwirbeln: tagsüber müde-müde, abends aber „wach-unruhig“. Abendrituale sind dein Anker: Sie holen dich aus dem Kopf in den Körper, schaffen Wärme, Geborgenheit und Rhythmus. Genau das braucht dein Nervensystem, um runterzufahren. Und: Guter Schlaf = besseres Immunsystem. Besonders wichtig, wenn die KiTa-Viren Saison haben.
Wie geht eine Abendroutine? Die 3 Phasenformel (einfach & wirksam)
Phase 1 – Abgrenzen (10 Minuten)
- Digital Detox Light: Flugmodus rein, Handy in einen anderen Raum.
- Licht dimmen: Warmes, gedämpftes Licht (Tisch-/Salzlampe, Warmweiß).
- Mini-Aufräumen: 5-Minuten-Reset im Wohnzimmer/Schlafzimmer – visuelle Ruhe = innere Ruhe.
Phase 2 – Runterfahren (10–15 Minuten)
- Körper: Heißer Tee, warme Dusche oder 5–10 Minuten sanftes Stretching/Yoga.
- Atem: Zwei Runden 4-7-8-Atmung oder 5 Minuten Still-Sitzen mit Fokus auf den Atem.
- Gemüt: Duft (Lavendel, Vanille), Kuschelsocken, Lieblingsdecke.
Phase 3 – Abschließen (5–10 Minuten)
- Journaling: 3 Dinge, für die du heute dankbar bist. 1 winziger Erfolg. 1 liebevolle Sache für morgen.
- To-Dos parken: 3 wichtigste Aufgaben für morgen notieren (aus dem Kopf aufs Papier).
- Schlafbrücke: Licht aus, 10 tiefe Atemzüge, dann „Gute Nacht“ – ohne Scrollen.
Meine Lieblings-Tools fürs Winterbett:
– Schlafmaske für echte Dunkelheit*
– Lavendelspray fürs Kissen*
– Kuschelsocken aus Wolle (wärmt = beruhigt)*
– Atem-/Meditations-Audio (Sleep-Timer an)
Was gehört zu einer guten Abendroutine? (Bausteine zum Mixen)
1) Digitale Auszeit
Bildschirme raus 30–60 Minuten vor dem Schlafen. Kein „nur kurz“. Dein Gehirn dankt’s dir. Tipp: Ladegerät ins Bad, nicht ans Bett.
2) Warmes, rotes Licht statt Blaulicht
Abends warmweiß/rötlich. Morgens dagegen helles Tageslicht (siehe nächster Punkt). Wenn du magst: sanftes Rot-/Infrarot-Licht als Wärmeritual für Nacken/Schultern – beruhigt, erdet, fühlt sich himmlisch an.
Mein Favorit: Rotlichtlampe für 10–15 Minuten am Abend*.
3) Lichtbooster am Morgen
Damit dein Rhythmus stabil bleibt: morgens sofort Licht! Vorhänge auf, Balkonluft schnappen, kurze Runde um den Block und an grauen Tagen eine Tageslichtlampe am Frühstückstisch.
Ich nutze im Winter eine kompakte Tageslichtlampe (10.000 Lux)* – 20 Minuten während ich Mails checke.
4) Wärme & Gemütlichkeitsrituale
Heißer Kräutertee (z. B. Lavendel, Melisse – „Schlaftee“), warme Dusche, Fußbad mit Salz, Lieblings-Bademantel. Winter ist die Saison für Hygge: weiche Texturen, ruhige Musik, Kerzen (am besten LED oder sicher verwenden).
5) Journaling & Dankbarkeit
Mein Herzstück. 5–10 Minuten reichen:
- 3 Dinge, die heute gut waren
- 1 Sorge, die ich dem Papier abgebe
- 1 Sache, auf die ich mich morgen freue
- Tool-Tipp: 6-Minuten-Tagebuch* oder ein schönes Blanko-Journal*.
6) Sanfte Bewegung
Kein HIIT um 21:30 😉 Stattdessen:
- „Beine hoch an die Wand“ (5 Minuten)
- Katze-Kuh, Nackenrollen
- 10 x langsam auf Zehenspitzen hoch/tief (wärmt Füße, beruhigt)
7) Atem & Achtsamkeit
- 4-7-8-Atmung (4 ein, 7 halten, 8 aus, 6–8 Zyklen)
- Langer Ausatem (4 ein, 6–8 aus)
- Bodyscan (Füße → Kopf)
Wenn du sagst: „Ich will das endlich dranbleiben!“ :In meinem Minikurs „Durchatmen statt Durchdrehen“ bekommst du kurze Audio-Impulse, einfache Atem-Tools und Mini-Routinen, die du direkt abends (oder zwischendurch) nutzen kannst. Ideal für Mamas & Vielbeschäftigte.
Meine 30-Minuten-Abendroutine (ready-to-copy)
21:00 – Handy in den Flugmodus, in die Küche legen. Lichter dimmen, Kerze an.
21:05 – Dampfende Tasse Kräutertee aufgießen, 5 Minuten „Beine hoch“, zwei tiefe Seufzer (ja, laut – löst Spannung).
21:10 – 4-7-8-Atmung, 8 Runden.
21:15 – Journal: 3x Dankbar, 1x Stolz, 1x Vorfreude. Drei To-dos für morgen notieren und geschlossen beiseite legen.
21:25 – Lavendelspray aufs Kissen, Schlafmaske bereitlegen, 5-Minuten-Stretch, dann Licht aus.
21:30 – Im Bett: 10 lange Atemzüge, Sleep-Timer (15 Min) auf Entspannungs-Audio. Gute Nacht. 🌙
Typische Stolperfallen (und meine Lieblingslösungen)
- „Ich schaffe es nicht jeden Abend…“
Mach eine Mini-Variante (10 Minuten): Handy weg – 5 Minuten Journal – 5 Minuten Atmen. Fertig. - „Ich vergesse es ständig…“
Lege Trigger: Tee auf die Arbeitsplatte, Journal aufs Kissen, Schlafmaske auf die Decke. Sichtbar = machbar. - „Ich werde beim Journalen unruhig…“
Schreib kurz & knapp, Stichpunkte. Oder nutze Prompts: Heute hat mir gutgetan… / Ich lasse los… / Ich freue mich auf… - „Mein Partner schaut Serien…“
Noise-Cancelling-Kopfhörer oder Ohrstöpsel, 15 Minuten Me-Time im Schlafzimmer, danach gern dazukuscheln. - „Die Kinder brauchen mich noch…“
Bau ein Familien-Ritual ein (leise Musik, Teenager-geeigneter Schlaftee), starte deine persönliche Routine danach.
Winterpower: 7 kleine Rituale für große Wirkung
- Spätestens 20:30 Uhr: Licht runterdrehen. Warmweiß, indirekt.
- Rotlicht-Wärme für verspannten Nacken (10 Minuten – himmlisch).
- Fußbad + dicke Socken: wärmt, erdet, beruhigt.
- Dankbarkeits-Zettelglas: Täglich ein Zettelchen, im Januar lesen → Glücksschub!
- Abendspaziergang (10 Minuten, ohne Handy) – kalte Luft, klare Gedanken.
- „Gedanken-Parkplatz“: A4-Zettel „Morgen“, alles drauf, abheften.
- Sleep-Snack (optional): Warmes Hafermilch-Getränk mit Zimt. Kein Koffein, kein Zucker-Overkill.

Achtsamkeit & Wohlbefinden: die sanfte Wissenschaft dahinter
Du brauchst keinen Doktortitel: Spür einfach, wie dein Körper reagiert. Langes Ausatmen aktiviert den Parasympathikus („Rest & Digest“), Wärme und Dunkelheit sind natürliche Einschlafsignale, Routinen geben Sicherheit. Dankbarkeitsjournaling verschiebt den Fokus: weg von Mangel hin zu Fülle und das beruhigt. Achtsamkeit ist hier kein Extrahobby, sondern das Betriebssystem deiner Abendroutine. Je präsenter du wirst, desto ruhiger schläfst du. Punkt.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie geht eine Abendroutine, wenn ich echt wenig Zeit habe?
Starte mit 10 Minuten: Handy weg, 5 Minuten Journal, 5 Minuten Atmen im Bett. Regelmäßigkeit schlägt Perfektion.
Was gehört zu einer Abendroutine im Winter?
Warmes Licht, Wärme-Rituale (Dusche, Fußbad, Wärmflasche), Tee, kurze Dehnung, Dankbarkeit, Atemübung. Optional: Rotlicht-Wärme & Lavendelduft.
Und wenn ich nachts aufwache?
Nicht grübeln. 10 tiefe Atemzüge, langer Ausatem. Wenn nach 15 Minuten noch wach: kurz aufstehen, warmes Wasser trinken, sanftes Licht, dann zurück ins Bett.
Was tun gegen „Ich scrolle nur ganz kurz…“?
Handy weit weg. Analoger Wecker. Abends ein Buch aufs Kissen legen, wenn du’s siehst, greifst du eher danach.
Wie lange dauert’s, bis es wirkt?
Oft sofort spürbar (ruhiger), nach 1–2 Wochen stabiler Schlaf, nach 6–8 Wochen läuft es quasi automatisch.
Miniplan: 7 Tage zur neuen Abendroutine
Tag 1–2: Nur Digital Detox + Journaling (5 Min)
Tag 3–4: Atemübung dazu (4-7-8, 6–8 Zyklen)
Tag 5: Licht dimmen + Lavendelspray
Tag 6: 5-Minuten-Stretch oder „Beine hoch“
Tag 7: Alles zusammen, danach Lieblings-Ritual belassen
Am Ende der Woche: kurz reflektieren – Was hat am meisten geholfen? Das bleibt. Den Rest langsam ergänzen.
Für Mamas: realistische Abendroutine trotz Familienchaos
- Zeitfenster sichern: Wenn möglich, jeden Abend gleiche Uhrzeit (±15 Minuten).
- Übergabe-Ritual: Partner übernimmt die letzte Gute-Nacht-Runde → du startest.
- Plan B: Kind wacht auf? Pause-Marker im Journal (Post-it), später weitermachen.
- Kurz & gut: An stressigen Tagen 5 Minuten Dankbarkeit + 5 Atemzüge. Fertig ist okay.
Kleine Winter-Wunder: 3 geführte Prompts fürs Abend-Journal
- Loslass-Prompt: „Heute lasse ich los …“ (3 Dinge)
- Erdungs-Prompt: „Mein Körper sagt mir heute …“ (2 Sätze)
- Wohlfühl-Prompt: „Morgen schenke ich mir …“ (1 mini Sache: Tee, 10 Atemzüge, Spaziergang)
Wenn du magst: Eine Seite pro Woche als „Winterschätze“ – Momente sammeln, die dich warm machen.
Achtsamkeit & Wohlbefinden im Alltag verankern (auch über den Winter hinaus)
Wenn du merkst, wie gut dir das tut, nimm die Abendroutine mit in den Frühling. Ersetze Rotlicht durch Abendspaziergang im Hellen, Lavendel durch Vogelgezwitscher am Fenster, Tee bleibt (natürlich 😉). Achtsamkeit ist keine Saison , aber der Winter ist die perfekte Trainingszeit. Dein Nervensystem liebt Vorhersehbares, dein Körper liebt Wärme & Dunkelheit, dein Herz liebt Dankbarkeit. Du wirst merken: Ein ruhiger Abend trägt dich durch den nächsten Tag – und plötzlich bist du die Mama/Frau, die bei sich ist, statt im Autopilot.
Mein persönlicher Buchtipp & Freebies
- Ratgeber „Leichtzeit“ – mein Herzensbuch: Geschichten, Übungen, Achtsamkeits-Tools für Stressreduktion & innere Ruhe. Ideal als Winter-Begleiter (Kapitel „Abendrituale“ – du wirst es lieben).
- 0 € Erdungs-Meditation – schnelle Audio-Hilfe, wenn’s abends im Kopf laut ist.
- 33 Affirmationen für Frauen – perfekt, um den Tag dankbar zu schließen oder morgens weich zu starten.
Fazit: Schlaf gut, denn du hast es dir verdient!
Mit einfachen, liebevollen Gewohnheiten hebst du deinen Schlaf im Winter auf ein neues Level. Deine Abendroutine ist wie eine beste Freundin, die dir jeden Abend zuflüstert: „Du hast genug getan und jetzt darfst du loslassen.“ Gerade als Mama neigen wir dazu, abends noch alles aufzuholen. Aber du kannst nicht aus einer leeren Tasse einschenken. 30 Minuten für dich sind keine Extravaganz, sondern sie sind Selbstachtung. Und die zahlt auf alles ein: Gesundheit, Geduld, Kreativität, Liebe.
Mach es dir heute Abend gemütlich: Tee, warmes Licht, ein paar Zeilen im Journal, 10 tiefe Atemzüge. Spür, wie Achtsamkeit dein Wohlbefinden anhebt ,sanft, aber nachhaltig. Und wenn mal ein Abend chaotisch ist: Morgen ist wieder Abend. Dranbleiben lohnt sich.
Schlaf schön und träum süß! 🌙✨ Und wenn du morgen aufwachst und dich frischer fühlst, denk kurz: „Krass, das funktioniert ja , das glaubt mir keiner.“
P.S. Du willst das entspannt durchziehen, ohne Overthinking? Hol dir meinen Minikurs „Durchatmen statt Durchdrehen“ – 7 Tage, mini Einheiten, maximale Wirkung. Plus: In „Leichtzeit“ findest du die ganze Toolbox für Achtsamkeit im Alltag. Gönn dir das – ehrlich? Du hast es verdient.
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